Fettig degenerative Osteonekrosen der Kieferknochen (FDOKs) oder ischämische Osteonekrosen (IOs) oder  Neuralgia inducing cavitational osteonecrosis (NICO) sind „versteckte“ Entzündungen im Kieferbereich.

Diese können auf zweierlei Wegen entstehen:

  • Wenn eine Zahnanlage degeneriert
  • Bei unvollständiger Regeneration nach einer Zahnentfernung

In den meisten Fällen sind diese Knochendegenerationen asymptomatisch, d.h. der Patient spürt keine Symptome und keinen Handlungsbedarf. Wir sprechen in diesem Fall von einer sogenannten silent inflammation (stumme Entzündung). Dies stellt die größte Patientengruppe dar.

FDOKs können jedoch auch Symptome machen. Dies kann in Form von „wandernden“ diffusen Schmerzen im Mund- / Kopfbereich. Häufig werden die Patienten ungerechter Weise als psychosomatisch (ab)klassifiziert. Dies ist die zweitgrößte Gruppe der FDOK Patienten.

FDOKs können darüber hinaus sehr starke neuralgiforme Schmerzen verursachen. Dies sind die stärksten Schmerzen, die wir kennen. In diesem Fall kann man von einer sogenannten NICO sprechen: Neuralgia inducing cavitational osteonecrosis (Neuralgie auslösende hohlraumbildende Knochennekrose). Dies ist die kleinste Gruppe der FDOK Patienten.

Operativ zeigt sich fettig degenerierter Knochen, der histologisch unter dem Mikroskop des Pathologen auffällig ist.

Diese Areale stellen chronische Entzündungsherde dar, die das Immunsystem 24h jeden Tag stark beanspruchen. Chronische Entzündungsherde haben weitreichende Wirkungen und können eine Reihe von unterschiedlichsten Erkrankungen begünstigen.

FDOKs sind schwer zu diagnostizieren. In konventionellen Röntgenbildern sind sie meist nicht zu erkennen. Selbst auf dreidimensionalen Röntgenbildern (CTs oder DVTs) sind sie häufig sehr schwer zu erkennen.

Mittlerweile gibt es Entzündungsmarker, die man in diesen Arealen nachweisen kann. Meist sind diese auch im Blut nach einer Blutabnahme nachweisbar – jedoch nicht immer!

Die einzige Therapie, die hilft ist eine chirurgische Sanierung des Areals unter einer Reihe von begleitenden Schutzmaßnahmen.

Dazu gehört:

  • Eine ausreichende Versorgung des Patienten mit Mikronährstoffen und Vitaminen. Das heißt die Einnahme von speziellen Nahrungsergänzungsmitteln.
  • Desinfizierung des Knochenareals mittels Ozon.
  • Einbringen einer Heilungsmatrix, d.h. sog. PRF Membranen. Diese erzeugen wir aus dem eignen Blut des Patienten (ohne den Zusatz von Fremdstoffen).
  • Minimalinvasive OP Technik
  • Spezielle Nahttechnik
  • Spezielle Postoperative Anweisungen
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